Trommelakt und AkzepTanz

10.05.2012

Projektlaufzeit: 01.02. - 31.05.2012

Hauptförderschwerpunkt: Demokratie- und Toleranzerziehung

Hauptzielgruppe: Jugendliche in strukturschwachen Regionen (Alter: 13-18)

Ziele:

Ziel der Veranstaltung ist die Förderung der medialen, sozialen und kulturellen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, die Förderung multikultureller Prozesse, sozialer und kultureller Integration sowie die Arbeit gegen Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.

Das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz soll sichtbar gemacht werden und möglichst viele Jungen und Mädchen sollen zum Einsatz für Demokratie ermutigt und angeregt werden.

Demokratische Kultur muss sichtbar, erlebbar und auch hörbar sein. Unter diesem Motto sollen die Kinder und Jugendlichen Bezüge zwischen Demokratie und Kunst erkennen.

Handlungskonzept:

Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen sich kritisch mit Medien, Musik und Kultur zu beschäftigen, Kontext und Hintergründe rechter Propaganda zu verstehen und sich mit eigenen Hörgewohnheiten auseinander zu setzen.

Über die Musik und den Tanz soll ein tolerantes Miteinander gefördert werden und die Jugendlichen somit für ein Leben mit und in der Demokratie sensibel gemacht werden. Toleranz und Anerkennung, feste Bestandteile der Kunst und Kultur, sollen helfen Vorurteile abzubauen. Gleichzeitig soll klar Stellung gegen rechte Propaganda (z. B. SchulhofCD) bezogen werden. Hilfestellung bei der Erkennung von Gemeinsamkeiten trotz musikalischer und tänzerischer Konkurrenz und Gegensätzlichkeit.
Entwicklung von Zielstrebigkeit und Ausdauer zur Erreichung gesetzter Ziele, Förderungen von Freundschaften.
Wochenendcamp vom 09.03. bis 11.03.2012 im Störitzland. Gesprächsrunden, Aktionen und Diskussionen über demokratische Werte in der Kunst und Kultur.

E-Mail:
verwaltung@humanistenkw.de

Link:
http://www.hro-kwh.de


Geschichte erFAHREN 2012

10.05.2012

Projektlaufzeit: 01.03. - 31.12.2012

Hauptförderschwerpunkt: Demokratie- und Toleranzerziehung

Hauptzielgruppe: MultiplikatorInnen aus Jugendvertretungsstrukturen (Alter: 13 - 18)

Ziele:

Der Bildungsbereich der Jugendringe im LDS beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Projekten der historischen Bildung, die aus dem geschichtlichen Kontext zur Vermittlung demokratischer Grundwerte dienen. Dabei soll insbesondere verdeutlicht werden, wie totalitäre (Staats)Diktaturen zur Beeinträchtigung der Freiheit des Einzelnen führen und bis hin zu Vernichtungstendenzen entarten können. Es soll erreicht werden, dass adoleszente Jugendliche klar zwischen inhuman diktatorische Staatsformen und human-demokratischen Staatsformen in all ihren Konsequenzen für die Freiheit des Einzelnen unterscheiden können. Die jugendlichen Teilneher werden in die Lage versetzt


a) per Vorbereitung: geschichtliche Zusammenhänge während der mehrtägigen Maßnahme zu erkennen, einzuordnen und zu verwenden
b) sich in den Durchführungsprozess aktiv einzubringen (geschichtliche Stadtrallye)
c) nach der Maßnahme in ihren Klassen/Jugendeinrichtungen/Vereinen thematisch multiplikatorisch zu wirken

Handlungskonzept:

Die Thematik "München und Dachau" bildet den Start einer dreijährigen Themenreihe (Nachhaltigkeitswirkung) der Jugendverbände zur Thematik "NS-Diktatur im geschichtlichen Kontext als Feind demokratischer Entwicklung im 20. Jh.". Folgen werden 2013 "Lidice und Terezin" als "Zwischenstufe" industrieller Vernichtung und Versklavung Europas, im 3. Jahr 2014 wird mit "Auschwitz" die Konsequenz eines totalitären Staatssystems in pervertiertester Form behandelt.

Dabei geht es immer um die Einbettung in den geschichtlichen Kontext. Während der fünftägigen Maßnahme vom 08.10.-12.10.2012 wird der Bogen gespannt von "München als 'Hauptstadt der Bewegung'" (Weimarer Republik als nicht konsequent wehrhafte Republik, Zersplitterung des Parteiensystems, Aufstieg der NSDAP, schrittweise Abschaffung der Demokratie unter Ausnutzung demokratisch-parlamentarischer Regularien) über "Lehr- KZ Dachau" als erstes zentrales Konzentrationslager im "Reich" zur Ausschaltung der Opposition per Deportation und Entwicklung zum Arbeitslager (einschließlich Konzept "Vernichtung durch Arbeit") bis hin zu "Widerstandsformen in der Diktatur" ("Weiße Rose" - Uni München etc.).

Bei allen Punkten ist die interaktive Einbeziehung der jugendlichen TeilnehmerInnen (14-18 Jahre) als methodischer Baustein vorgesehen. In einer "historischen Stadtrallye" werden in Kleingruppen Aufgaben erstellt, die in Eigenregie zu lösen sind. Damit erschließen sich den jungen Menschen geschichtliche Orte und Prozesse in "spielerisch- bildender Form" und sorgen für eine dauerhafte Verankerung beim Einzelnen (Prinzip des "verhandteten Lernens" nach Hahn in der Erlebnispädagogik).

E-Mail:
Thommy@sjr-kw.de

Link:
http://www.sjr-kw.de