Zeitzeugen neu in Szene gesetzt

Das Thema „die Bahn“ ist ein historisch und kulturell verbindendes Element zwischen den beiden Partnerlandkreisen Dahme-Spreewald und Wolsztyn. Auf beiden Seiten gibt es engagierte BürgerInnen und Vereine, die sich dem Thema „die Bahn“ widmen. Dank des realisierten Projektes ist es gelungen, eine deutsch-polnische Projektgruppe zu gründen, in der sich Historiker, Spreewälder Zeitzeugen sowie die Ehrenamtler mit der Geschichte der Spreewaldbahn auseinandersetzen konnten. Die Vernetzung diente dazu, sich zu informieren, vorhandenes Know-how zu nutzen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu arbeiten.

Innerhalb von 2 Projektwochen, im Mai und Juni 2010, wurde ein Packwagen der ehemaligen Spreewaldbahn in Goyatz durch 20 Jugendliche aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und dem polnischen Wolsztyn auf Initiative des Europavereins Dahme-Spreewald unter fachlicher Anleitung restauriert. Das Thema der Schmalspurbahn, als „Zeitzeuge“ der letzten 112 Jahre, hat den Jugendlichen beider Lände, die gesellschaftliche Entwicklung sowie Identifikation mit den Heimatregionen auszutauschen. Das Projekt leistete damit einen Beitrag zur deutsch-polnischen Versöhnung und einem friedlichen Dialog im vereinten Europa.

 

Gespräche mit Zeitzeugen und Bahnexperten aus beiden Ländern, Recherchen vor Ort, Sammlung der Gegenstände, Übungen zu Umfeldwahrnehmung, Geschichtssensibilisierung, Spurensuche an der ehemaligen Bahnstrecke, außerschulische Trainings zum historisch-politischen Lernen mit Trainern der deutsch-polnischen Zusammenarbeit, historische Recherche zum Thema Spreewaldbahn im Internet und per Interviews mit den Gemeindebewohnern, all diese Maßnahmen führten im Ergebnis zur Vorbereitung der neuen Ausstellungsstelle in einem alten Packwagen. Zur Nachhaltigkeit der Projektarbeit der SchülerInnen wurde mit Unterstützung der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam der gesamte Innenraum mit beleuchteten Plexiglasscheiben ausgestatten, auf denen die Geschichte interessant und modern dargestellt wird.

Zum Ende des Projektes hat eine öffentliche Ausstellung mit Einbeziehung der Medien stattgefunden.

 

Die Maßnahme wurde aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union über das Programm STÄRKEN vor ORT kofinanziert. Die Jugendbegegnung wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk gefördert.

Galerie: Gepäckwaggon